Die Wachstumsaussichten blieben vorwiegend intakt, doch Ereignisse im Januar – unter anderem eine US-Militärintervention und ein Regierungswechsel in Venezuela – trieben die Volatilität weiter an. Sehr zum Ärger europäischer Staats- und Regierungschefs drohte Donald Trump zudem, in Grönland ähnlich vorzugehen. Weitere Spannungen im Iran verschärften die Lage, ebenso die Nominierung eines neuen Kandidaten für den Vorsitz der US-Notenbank.
Auch in Japan sorgte ein überraschender Wahlaufruf für Unruhe. Die Anleiherenditen stiegen daraufhin auf den höchsten Stand seit fast 20 Jahren. Parallel dazu wurden wegweisende EU-Handelsabkommen mit Indien und Lateinamerika angekündigt. Hinzu kam der erste Besuch eines britischen Premierministers in China seit acht Jahren. Dieser sorgte in den USA für Verärgerung.
Es ist also kein Wunder, dass die Gold- und Silberpreise zunächst um mehr als 20 Prozent beziehungsweise 60 Prozent hochschnellten. In den letzten Tagen des Januars gaben beide jedoch deutlich nach, was die Volatilität zusätzlich erhöhte. Vor diesem Hintergrund fanden die relativ starke US-Gewinnsaison im vierten Quartal sowie eine moderate Inflation in Europa und den USA kaum Beachtung.
Aktien der entwickelten Märkte blieben hinter ihren Pendants aus den Schwellenländern zurück (siehe Grafik 1). Globale Substanzwerte setzten ihre Outperformance gegenüber Wachstumsaktien fort, da Anleger verstärkt nach Diversifizierung abseits der US-Technologieriesen suchten. Die Risikoaufschläge blieben derweil eng, was auf einen positiven Unternehmensausblick und eine niedrige Ausfallquote hindeutet.
Alle oben genannten Referenzindizes sind in Lokalwährung angegeben.
Rendite Januar 2026, Netto % (in Lokalwährung)