Marketingmaterial. Nur für professionelle Anleger.
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Globale Machtverschiebungen, neue Allianzen und gesellschaftliche Spannungen prägen die Investitionslandschaft. Für gute Beratung ist ein geopolitisches Grundverständnis deshalb unverzichtbar.
Die Welt hat sich in weniger als zwei Jahrzehnten tiefgreifend verändert. Diese Erkenntnis ist kein aufmerksamkeitsheischender, KI-generierter Aufhänger, sondern eine Aussage von Simon Coveney, dem ehemaligen stellvertretenden Premierminister und Außenminister Irlands und derzeitigen Berater der Geopolitical Strategy Unit von EY. Wir durften ihn vor Kurzem als Redner auf einer Mediolanum-Veranstaltung begrüßen. Seine Einschätzungen zu den geopolitischen Risiken unserer Zeit waren ebenso präzise wie wegweisend und lieferten wertvolle Denkanstöße und Einblicke für Anlageentscheidungen im Jahr 2026 und darüber hinaus.
Ein geopolitischer Wendepunkt: vom unipolaren zum multipolaren System
Nach dem Zweiten Weltkrieg begann eine Phase der Globalisierung, die von einem unipolaren System geprägt war: Die USA traten als führende Wirtschafts- und Militärmacht auf, westliche Staaten kooperierten eng miteinander, und bestimmte Grundregeln des internationalen Miteinanders wurden von großen wie kleinen Staaten weitgehend akzeptiert. Dieser Ansatz des internationalen Handels und die daraus entstandenen internationalen Lieferketten waren die Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg und Wohlstand vieler Länder.
Doch die Rahmenbedingungen haben sich verschoben. Zwischen 2008 und 2019 vollzog sich eine geopolitische Wende – und die Weltordnung begann sich neu zu formieren. Heute leben wir in einem multipolaren System, in dem Staaten in unterschiedlichen Regionen miteinander um Einfluss ringen. Migration, Technologie, Handel und Sicherheit werden zunehmend politisiert und Spannungen prägen die Art und Weise, wie Länder miteinander interagieren. Die Konsequenzen: zunehmende geopolitische und physische Konflikte, immer mehr Cyber-Angriffe sowie Einmischung in nationale Wahlen.
Die vier Säulen des politischen Risikos
Diese politischen Risiken spielen heute für Unternehmen eine zentrale Rolle, denn um ihre globalen Geschäftsmodelle abzusichern, müssen sie politische Entscheidungsprozesse und ihre Auswirkungen verstehen. Auch Anleger, Berater und Fondsmanager brauchen ein Grundverständnis des internationalen Kontextes und Risiken, um in einem Umfeld geopolitischer Spannungen Kapital bestmöglich investieren zu können. Portfolios müssen nicht nur ökonomisch, sondern auch politisch resilient sein.
Coveney unterscheidet vier Kategorien von Risiken, die für Anlageentscheidungen zunehmend relevant werden:
1. Geopolitische Risiken:
Die Rivalitäten zwischen Wirtschaftsmächten wie den Vereinigten Staaten und China prägen weiterhin die globale wirtschaftliche und politische Dynamik. Geopolitische Spannungen beeinflussen Handelsströme, Investitionsentscheidungen und regulatorische Rahmenbedingungen. Die Beziehungen Europas zu Russland bleiben angespannt, während die Europäische Union ihre Bemühungen zur Stärkung der strategischen Autonomie, zur Diversifizierung der Lieferketten und zum Abbau kritischer Abhängigkeiten verstärkt. Gleichzeitig bleibt die geopolitische Instabilität hoch. Mehrere regionale Konflikte zeigen Anzeichen einer erneuten Eskalation. Zwar kann es in einzelnen Regionen zu Phasen der Deeskalation kommen, doch die Spannungen im Nahen Osten, einschließlich der Entwicklungen im Iran, verdeutlichen das Potenzial für eine anhaltende regionale Instabilität. Zugleich verschärft der rasante technologische Fortschritt – insbesondere in den Bereichen künstliche Intelligenz, Cybersicherheit und Robotik – den globalen Wettbewerb und schafft regulatorische Unsicherheit, da Regierungen und Institutionen Mühe haben, mit der technologischen Entwicklung Schritt zu halten.
2. Länderrisiken:
Auch auf nationaler Ebene gibt es politische Unsicherheiten, die 2026 durch eine besonders hohe Zahl weltweit stattfindender Wahlen zusätzlich verstärkt werden. In den Vereinigten Staaten könnten die bevorstehenden Zwischenwahlen Einfluss auf die finanzpolitischen Prioritäten, die Regulierungspolitik und die allgemeine politische Agenda nehmen. Gleichzeitig finden in mehreren lateinamerikanischen Ländern und Teilen Europas Wahlen vor dem Hintergrund wirtschaftlicher Herausforderungen, finanzpolitischer Zwänge und zunehmender politischer Polarisierung statt. Die zunehmende politische Fragmentierung und populistische politische Ansätze in einigen Regionen könnten die politische Unsicherheit verstärken und möglicherweise Investitionsbedingungen und wirtschaftliche Stabilität beeinträchtigen.
3. Regulatorische Risiken:
Die Regulierungslandschaft wird zunehmend fragmentiert: USA, EU und Asien verfolgen unterschiedliche Standards beispielsweise im Verbraucher-, Daten- oder Umweltschutz. Dies beeinflusst die Innovationsfähigkeit von Unternehmen in verschiedenen Regionen und verkompliziert mit Blick auf die Finanzbranche die Strukturierung, Zulassung und den Vertrieb von Finanzprodukten.
4. Gesellschaftliche Risiken:
Viele Menschen zweifeln daran, denselben Wohlstand erreichen zu können wie frühere Generationen, und sehen sich in ihrem Alltag mit angespannten Wohnungsmärkten und strapazierten Gesundheits- und Bildungssystemen konfrontiert. Verstärkt durch migrationspolitische Debatten entstehen neue politische Spannungen, die Wahlausgänge und damit wirtschaftliche Rahmenbedingungen maßgeblich beeinflussen können.
Das alles zeigt: In einer Welt, in der politische Dynamiken wirtschaftliche Entwicklungen zunehmend direkt beeinflussen, wird geopolitisches Verständnis zu einer unverzichtbaren Kernkompetenz für alle, die ihre Kunden beim Vermögensaufbau unterstützen – egal ob Fondsmanager oder Finanzberater. Denn Anlageentscheidungen erfordern heute nicht nur Marktkenntnis, sondern auch die Fähigkeit, internationale Zusammenhänge, politische Trends und potenzielle Risiken richtig einzuordnen. Nur dann können Portfolios so aufgestellt werden, dass sie gegenüber politischen Schocks möglichst widerstandsfähig sind.
Sprechen Sie uns auch gern direkt an, falls Sie Fragen zum Mediolanum Life Plan, unserer fondsgebundenen Lebensversicherung mit Einmalbeitrag, haben.
Cian Gough
Geschäftsentwicklung Beauftragter Deutschland
Cor Dücker
Leiter der Geschäftsentwicklung für Deutschland
Dirk Fischer
Patriarch Multi-Manager GmbH
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